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Fragen und Antworten

Wer wir sind – was wir wollen

Wer ist das Bürgerbündnis Altmark?

Das Bürgerbündnis Altmark ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Bürgern aus der Altmark, die sich für die Entwicklung ihrer Heimatregion engagieren wollen. Dem Bündnis gehören Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsschichten an – von der Verkäuferin über den Handwerker, den Gewerbetreibenden, den mittelständischen Unternehmer bis hin zu Mandatsträgern.

Was will das Bürgerbündnis Altmark?

Das Bürgerbündnis will sich immer dann einmischen, wenn es um die Belange der Altmark geht. Die Mitarbeit von Menschen aus allen Bevölkerungsschichten bietet unserer Ansicht nach die Gewähr dafür, dass über Für und Wider offen, ehrlich und sachlich diskutiert und gemeinsam nach den besten Lösungen für die Altmark gesucht wird. Wir wollen die Entwicklung unserer Region mit gestalten und konstruktiv voranbringen!

Wie kann ich beim Bürgerbündnis Altmark mitmachen?

Machen Sie selbst einen Vorschlag! Denn wir wollen schließlich kein Programm abarbeiten, das irgendein Vorstand festgelegt hat. Wir sind offen für neue Ideen, die aus dem Wunsch entstehen, sich für die Entwicklung der Altmark zu engagieren. Also: Ihre Kreativität ist gefragt!

Wie lang ist die A 14-Nordverlängerung, wo führt sie entlang?

Nach ihrer Fertigstellung wird die A 14-Nordverlängerung rund 156 km lang sein. Die Strecke führt von Magdeburg in Richtung Schwerin. Der größte Autobahnabschnitt (rund 97 km) liegt in Sachsen-Anhalt. Auf das Land Brandenburg entfallen rund 32 km, auf Mecklenburg-Vorpommern rund 27 km.

Die A 14-Nordverlängerung verläuft in Sachsen-Anhalt vom Autobahnkreuz Magdeburg (A 14/A 2) bei Dahlenwarsleben in nördlicher Richtung, östlich an Colbitz und westlich an Stendal, Osterburg und Seehausen vorbei über die Elbe nach Wittenberge und von dort aus in Richtung der A 24.

(» Grafik A14-Übersichtskarte)

Welchen Nutzen soll die A 14-Verlängerung für Sachsen-Anhalt und die Altmark bringen?

Erstens: Die neue Autobahn sorgt für eine bessere Anbindung der Altmark an das deutsche und europäische Fernstraßennetz. Damit verbessern sich die Bedingungen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region.

Zweitens: Die neue Autobahn sorgt dafür, dass die Altmark verkehrlich besser erschlossen wird und die Bewohner mobiler sind.

Drittens: Die neue Autobahn schafft einen leistungsfähigen Korridor zwischen dem mitteldeutschen Wirtschaftsraum und den wichtigen Nord- und Ostseehäfen. Die A 14-Nordverlängerung bündelt den überregionalen Verkehr und trägt somit zu Entlastung der Städte und Gemeinden bei.

Bringt die neue Autobahn auch neue Arbeitsplätze in die Altmark?

Vielerorts hat sich gezeigt: Die Verkehrsanbindung ist ein wichtiges Kriterium bei der Standortentscheidung von Unternehmen. Sie investieren und schaffen dort neue Arbeitsplätze, wo sie eine gut ausgebaute Infrastruktur vorfinden. Vor allem größere Betriebe sind darauf angewiesen, schnell beliefert zu werden und ebenso schnell liefern zu können. Nahezu alle großen Industrieansiedlungen verfügen deshalb über eine direkte Anbindung an das Fernstraßennetz. Die meisten Unternehmer in der Altmark sind der Meinung, dass die A 14-Nordverlängerung ihre wirtschaftliche Situation stabilisiert und sich positiv auf künftige Investitionen auswirkt.

Was soll der Bau der Autobahn kosten?

Für den Bau war zu Beginn der Planungen mit Kosten von rund 800 Mio. Euro gerechnet worden. Inzwischen werden die Baukosten mit rund 1,27 Mrd. Euro veranschlagt.

Warum sind die Kosten gegenüber der ursprünglichen Planung gestiegen?

Erstens sind die Umweltschutzauflagen im Jahr 2007 ganz erheblich verschärft worden.

Zweitens sind in den vergangenen Jahren die Material- und Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt regelrecht explodiert.

Und drittens hat sich die Anhebung der Mehrwertsteuer in Deutschland auch auf die Gesamtkosten des Autobahnneubaus ausgewirkt.

Wie sehen die verschärften Umweltschutzauflagen praktisch aus?

1. Beispiel: Zum Schutz seltener Fledermausarten müssen Über- oder Unterführungen für die Tiere in die Trasse eingepasst werden. Zusätzlich werden so genannte Kollisionsschutzwände errichtet.

2. Beispiel: Zum Schutz des Fischotters werden mehr als 30 Querungsmöglichkeiten durch die Aufweitung von Durchlässen geschaffen.

3. Beispiel: Zum Schutz des Reh- und Schwarzwildes werden 4 Wild- und Grünbrücken sowie 5 Wildunterführungen in die Planung aufgenommen und die Länge der Wildschutzzäune erheblich verlängert.

Wird die A 14-Nordverlängerung wegen der gestiegenen Kosten jetzt nach einem niedrigeren Standard gebaut als andere Autobahnen?

An der Qualität und der Sicherheit wird es keine Abstriche geben! Die A 14-Verlängerung wird entsprechend der üblichen Standards für deutsche Autobahnen gebaut. Auch die Anschlussstellen sollen so realisiert werden wie sie geplant worden sind. Das ist besonders wichtig, denn die neue Autobahn soll schließlich nicht nur den Fernverkehr aufnehmen, sondern auch die verkehrliche Erschließung der Altmark und damit die Mobilität ihrer Bewohner verbessern.

Warum wird statt des Neubaus nicht einfach die vorhandene Bundesstraße B 189 ausgebaut?

Schon heute lässt sich beobachten, was Experten für die nächsten Jahre voraussagen: Das Transportaufkommen auf den Straßen steigt ständig an! Selbst eine gut ausgebaute Bundesstraße könnte den zunehmenden Schwerlastverkehr nicht bewältigen.

Eine separate Autobahn ist außerdem sicherer, weil sie von den schnelleren Fahrzeugen (z.B. Pkw, Lkw, Motorräder) genutzt wird, während die langsameren Fahrzeuge (z.B. Mopeds, Traktoren, Landwirtschaftsfahrzeuge) auf der vorhandenen Bundesstraße fahren können.

Hinzu kommt, dass jahrelange Bauarbeiten an der B 189 in der Altmark ein Verkehrschaos verursachen würden. Wegen des dünnen Straßennetzes müssten selbst für kurze Strecken kilometerlange Umleitungen gefahren werden. Der Verkehr müsste durch viele kleine Orte geleitet werden, deren Straßen für eine solche Belastung überhaupt nicht ausgelegt sind. Hinzu käme eine enorme Lärmbelästigung der Anwohner in diesen Orten.

Wäre der Ausbau der Bundesstraße B 189 nicht billiger als der Neubau einer Autobahn?

Jeder Hausbesitzer weiß: Ein moderner Neubau ist immer billiger als der Ausbau eines alten Gebäudes. Das gilt auch für den Straßenbau! Denn für den Ausbau einer Bundesstraße müssen die gleichen vorgeschriebenen Verfahren durchlaufen werden wie für einen Autobahnneubau. Auch für den Ausbau einer Bundesstraße müssen die verschärften Umweltauflagen erfüllt werden.

Die vorhandene Straße müsste aufwendig angepasst werden, indem z.B. die Auf- und Abfahrten vergrößert werden. Für den langsam fahrenden Verkehr (z.B. Landwirtschaftsfahrzeuge) müssten separate Wirtschaftswege angelegt und die dazu gehörigen Brücken errichtet werden.

Lässt sich der Ausbau der Bundesstraße B 189 schneller realisieren als der Neubau der A 14-Nordverlängerung?

Würde man statt der A 14-Nordverlängerung jetzt die B 189 ausbauen wollen, wäre das mit einem Zeitverlust von etwa 10 Jahren verbunden! Alle Vorarbeiten, die in den vergangenen Jahren für die A 14-Nordverlängerung schon absolviert wurden, müssten für den Bundesstraßen-Ausbau noch einmal erledigt werden.

Wann wird der Autobahnbau endlich beginnen?

Die Fachleute rechnen damit, dass im Jahr 2009 das Baurecht für den ersten Abschnitt erteilt wird. Damit könnte der Bau der A 14-Verlängerung beginnen! Bislang steht jedoch nicht fest, ob die Gegner des Projekts versuchen werden, den Baustart mit einer Klage zu verzögern. In diesem Fall muss vor Beginn der Bauarbeiten zunächst die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts abgewartet werden.